Der "Dschungel" um uns herum lichtet sich allmählich, wie wird es in ein paar Jahren aussehen?
21.2.11
Heimische Tierwelt und Lebensraumschwund
Wir wohnen in einer Straße mit unbebauten Grundstücken. Kurze Zeit nach unserer Ankunft rückten die Bagger an und fällten auf dem Nachbargrundstück 100 Jahre alte und ältere Bäume. In diesem Waldstück wohnten neben Eichhörnchen, Chipmonks, Schlangen und Waschbären auch viele, teilweise mir unbekannte, Vogelarten. Wir hängten auf unserem Balkon vor dem Esszimmer Futterplätze auf. Zunächst für die Kolibris, die für uns Europäer einen faszinierenden Anblick bieten. Die schillernde Farbenpracht im Sonnenlicht, die Geschwindigkeit und die Flugkünste, die diese kleinen Sauriernachfahren zeigen, lassen mich immer wieder bewundernd staunen. Mit der Zeit kamen immer mehr Kolibris, sie ernähren sich von Nektar, kleinen Insekten und Spinnen. Diese Nahrungsquellen schrumpfen mit jedem Hausbau. Eines Tages konnte ich einen Kampf zwischen mehreren Kolibris beobachten und auch teilweise filmen. Die Gegner stießen sich vom Trinkkelch weg, in dem sie von unten auf den Trinkenden zu rasten und ihn mit ihrem spitzen, langen Schnabel in den Bauch rammten. Dann jagten sie sich gegenseitig und versuchten immer wieder, sich gegenseitig zu hacken. Diese Vögel müssen sich Fett im Oktober anfuttern, um den langen Flug in die Überwinterungsgebiete in Zentralamerika bewältigen zu können. Als die Kolibris und anderen Zugvögel im November das Land verlaßen hatten, suchten die Standvögel verstärkt die Futterplätze auf. Wunderschön leuchtend rot-orange präsentiert der Kardinal sich bis heute auf unserem Geländer, seine Brut ist inzwischen ausgewachsen, wir erwarten die nächste Generation. Prächtig blau leuchtend besucht auch der Blue Jay regelmäßig die Sonnenblumenkerne und inzwischen haben wir auch für die Spechte Futter ausgehängt, das diese gern angenommen haben. Viele andere Vögel gesellen sich regelmäßig zu uns, wenn wir am Esstisch sitzen, z. B. die rosa und die gelb-grünen Finken, der Nuthatch, der unserem Kleiber ähnelt und viele andere. In der letzten Woche haben wir Eastern Bluebirds auf den Wurzeln der gefällten Bäume nach Maden suchen gesehen, diese Spezies ist erst seit 30 Jahren wieder hier heimisch.
Der "Dschungel" um uns herum lichtet sich allmählich, wie wird es in ein paar Jahren aussehen?
Der "Dschungel" um uns herum lichtet sich allmählich, wie wird es in ein paar Jahren aussehen?
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen